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Willkommen! Dies ist Romys Blog über ihre Erlebnisse in Rapallo und Umgebung. Ich freue mich, dass du hierher gefunden hast.



Freitag, 1. Oktober 2010

1. Schultag

Gestern war mein erster Schultag bei „IL MONDO“, Italienisch für Ausländer in Genua. Es war wirklich schön. Im Kurs sind:

Susan, Detroit, USA
Die schüchterndste von uns, eine Frau um die 30, die mit ihrem Mann jetzt in Italien wohnt und deswegen die Sprachschule besucht, um den Alltag besser meistern zu können. Sie wirkt ganz nett, aber redet und lacht kaum mit, ich glaube, sie muss noch aus sich herauskommen.

Eva, Nähe Stuttgart
Eva ist schon seit fast einem Jahr in Genua und es gefällt ihr so gut, dass sie ihren Aufenthalt um noch ein Jahr verlängert hat. Sie ist richtig verliebt in Italien und kennt es bereits seit Jahren aus Urlauben mit ihren Eltern. Nach dem Kurs sind wir einen caffè trinken gegangen und ich finde sie richtig sympathisch.

Melanie, Nähe Bonn
Melanie, mit der ich bereits vor drei Wochen in Recco war, ist auch in diesem Kurs und sie macht auch Aupair in Genua. Natürlich auch ein sehr nettes Mädchen, aber ich kenne sie ja bereits, also was soll ich sagen.

Bettina, Deutschland
Auch eine Frau um die Mitte 30 (ich bin nicht gut im Alter schätzen), die sich vor einiger Zeit in einen Italiener verliebt hat und nun für ihn nach Italien gezogen ist. Hat bis jetzt sehr viel zu Hause gelernt und wollte nun die Schule besuchen

und ich! (Übergangsweise)


Unsere Lehrerin heißt Sara und ist ganz jung und richtig lustig. Wir haben gestern schon wirklich viel gelernt (wiederholt) und hatten viel zu lachen. Sogar Hausaufgaben haben wir aufbekommen, ich fühle mich wieder richtig in meinem Element, Dialoge lesen, Lückentexte ausfüllen, etc. Gestern hab ich das Buch mal durchgeblättert und habe gesehen, dass es sogar Aufgaben gibt, die Gruppenarbeit vorsehen...Die, die mich kennen, wissen, was das für mich bedeutet!! Augen zu und durch, ohje...

Jeden Freitag findet in der Schule auch ein freiwilliger Konversationskurs statt, den ich mir natürlich nicht entgehen lassen hab. Wir haben über mögliche Ziele für einen Ausflug, der am 10. Oktober stattfinden wird, gesprochen und an Hand einer Stadtkarte über Stadtteile und Sehenswürdigkeiten in Genua gesprochen, dies zusammen mit Lorenzo, der auch dort arbeitet, der natürlich auch lustig und sympathisch ist und sowieso sind wir alle richtig gut drauf und haben viel zu lachen. Heute waren wir in dem Konversationskurs 5 deutsche Aupairs (drei aus der Nähe Bonn, ist es zu fassen, dazu Eva aus Stuttgart und ich, die Landeshauptstadt), Maria, ein Aupair aus Finnland, die leider nie mit uns mitlachen konnte, die Arme und ein Spanier aus Barcelona, der sich in eine Italienerin verliebt hat und deswegen jetzt die Sprache lernt...Die Liebe lässt uns Bäume ausreißen. Leider hab ich seinen Namen bereits vergessen, vielleicht hör ich ihn noch einmal. Nach der Stunde gab es noch Foccacia und Weißwein (Um 11h morgens!), und natürlich auch Orangensaft für so Leute wie mich, die noch gewisse Kinder mit dem Auto von der Schule abholen müssen. So saßen wir noch (zumindest wir Deutschen, die anderen sind früh gegangen) herum und haben über unsere Schulzeit in Deutschland gesprochen, ich habe schon lange nicht mehr so gelacht.
Lustigste Szene: Wir stehen im Gang und erzählen uns Geschichten von Parties auf denen wir waren. Astrid erzählt gerade: „...und dann wollte ich mich übergeben, aber ich konnte noch nicht!“ In dem Moment kommt Eleonora vorbei und sagt auf italienisch: „Setzt euch doch Mädels, macht es euch bequem!“ Als Person, die gerade beide Sprachen verstanden hat, war es nur zu köstlich. Wir brachen in lautes Gelächter aus und Eleonora und Astrid wussten nicht mehr wie ihnen geschieht.
Die Atmosphäre ist wirklich sehr warm, man fühlt sich richtig wohl, außerdem ist es ein kleines deutsches Mauseloch im Herzen von Genua, weil auch im Kurs des 1. Niveaus, die nach uns dran waren, hauptsächlich deutsche Mädels zu finden sind. Vielleicht sollte ich lieber sagen, ein deutscher Hühnerstall weil durch den Östrogenüberschuss in jeder Ecke gekichert und gegackert wird, Lorenzo machte den Hahn und lief munter mit der Weinflasche zwischen uns her und goss hier und da mal wieder nach. Gestern platzte er mitten in der Unterrichtsstunde mit einem Körbchen in der Hand in den Raum und fragte: „Möchte jemand Bonbons?“ Ich glaube, er ist aber trotzdem hetero...
Auf jeden Fall werde ich da jetzt zwei bis drei Mal die Woche hinfahren und ich freue mich richtig darauf. Ich bin übrigens in beiden Gruppen die Einzige, die nicht in Genua arbeitet und mit dem Zug fahren muss.

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