Nachdem ich Dani gestern von der Schule abgeholt habe, sind wir direkt ans Meer gefahren und haben dort den Nachmittag verbracht. So ein Leben hätte ich auch gerne gehabt: Direkt nach der Schule mit dem Auto ans Meer und Abends nach Hause. Kein Wunder, dass die Italiener alle so gut gelaunt sind und sie als Frohnaturen gelten, mit solchen Möglichkeiten und so einem Lebensstil. Jedenfalls haben wir im Wasser wieder Danis Lieblingsspiel zelebriert: Zählen, wie lange der jeweils andere ohne zu atmen unter Wasser aushalten kann. Dabei wird so schnell gezählt, wie man kann, am Ende wird aber trotzdem von "Sekunden" gesprochen. So kann es schon sein, dass man ganze drei Minuten unter Wasser aushält...Nachdem ich dann auch noch eine Stunde drei Sandschiffe und fünf Sandhäuser gebaut und Danis Sandzug noch ein wenig verbessert hab, hab ich mich dann doch noch auf die faule Haut gelegt und ihm aus sicherer Entfernung bei seinen Kriegsszenarien zugehört. Zwischen vier und sechs Uhr Nachmittags ist die Sonne einfach am schönsten!
Um 15:30 h endet die Schule für Dani und vor dem kleinen Eingang stehen jeden Tag ein Dutzend Mütter und ein paar verlorene Väter. Die Mütter genießen es, ihre 15 Minuten miteinander verbringen zu können und tauschen eifrig den neuesten Klatsch aus. Eine Bande von Frauen ist das, die ich auch schon auf dem Spielplatz beobachten konnte: Frauen, die ihren bambini in hohen Hacken über den Gummibelag folgen und dabei galant die kleine Tüte von "baby Dior" hin und her schwenken.
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