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Willkommen! Dies ist Romys Blog über ihre Erlebnisse in Rapallo und Umgebung. Ich freue mich, dass du hierher gefunden hast.



Dienstag, 26. April 2011

Mission complete

Dieses Wochenende habe ich nun endlich die letzte Stadt der Toskana gesehen, die ich mir für vorerst vorgenommen hatte: Lucca! Im Laufe der letzten Woche hatte Oscar nämlich seinen ältesten besten Freund mit seiner Freundin zu Besuch und Paula und ich haben das ganze Wochenende mit den dreien verbracht. Am Montag sollten sie dann von Pisa aus wieder zurück nach Dublin (zwei Spanier fliegen nach Dublin und der andere Spanier fährt zurück nach Genua) fliegen, weswegen sie sich den schiefen Turm und auch Lucca vor dem Flug ansehen wollten. Paula und ich wurden herzlich eingeladen und nahmen nur zu gern an dieser Tour teil.
Den Sonntag davor haben wir es sogar geschafft, alle gemeinsam ins acquario zu gehen, der größte Wasser-Zoo (oder so...) Europas. Glückwunsch, nach 7,5 Monaten Genua hab ich auch das endlich geschafft.

Überhaupt sind Oscar, Paula und ich mittlerweile ein gut eingespieltes Trio. Die anfangs heiß ersehnten "spanische Freitage" sind nun schon mehrmals ganze "spanische Wochenenden" entstanden, wenn ich mal wieder (fast schon regelmäßig) Freitagabends mit zwei Taschen Rapallo verlasse und immer Sonntagnacht zurückkomme. Ich genieße es ungemein, das ganze Wochenende frei zu sein und bei unserem Cubra Libre-Konsum und Treffzeiten schaff ich es einfach nicht, zu Hause zu schlafen. Ist auch viel lustiger, bei Paula oder bei Oscar einzuziehen.

Dieses Wochenende zum Beispiel war es wirklich eine Erleichterung, mal nicht zu Hause zu sein: Letzten Montag wurde Laura die Gebärmutter entfernt und sie war dann bis Samstag in Mailand im Krankenhaus. Fabio musste ja auch weiterhin in Mailand arbeiten, so dass eine gute Portion Verantwortung auf mich zukam: Federico wurde grundsätzlich zu einer anderen Familie abgeschoben ,den hab ich die ersten Tage immer nur mit dem Auto von A nach B gebracht und am Do ist er eh nach Rimini.
Dani hat die ersten beiden Tage auch bei jemand anderem übernachtet, aber da ab Mittwoch die Osterferien begonnen hatten und das andere Ehepaar arbeiten musste, waren wir von Mittwochnachmittag bis Freitagabend ganz allein zusammen. Wie eine richtige Mama. Ich muss aber sagen, dass alles wirklich perfekt gelaufen ist, wir uns super verstanden haben und außer einem umgeknickten und immer noch schmerzenden rechten Fuß meinerseits auf dem Spielplatz nichts passiert ist. Im Gegenteil, am Freitag hat Dani mir sogar beim Kochen geholfen, so gut haben wir uns verstanden. Trotzdem war ich glücklich, ihn Freitagabend wieder zu der anderen Familie zu bringen und ein bischen in meine Welt zu entschwinden, in der nicht mehr "Ball", "Harry Potter" und "Putz deine Zähne" eine Rolle spielen, sondern "Cuba Libre", "de Putamadre" und "Pisa".

Ach apropos, meine Welt: Ich erzähl immer, ich sei glücklich, am Wochenende ein wenig Abstand von meinen Kindern und allem zu haben, aber in Wirklichkeit gehe ich immer nur zu einer anderen Familie: Ich verbringe viel Zeit bei Paula zu Hause und wenn sie z.b. noch zwei Stunden arbeiten muss, bevor wir rausgehen können, spiele ich immer mit ihrem kleinen Federico, 3 Jahre alt. Und ich bin wirklich oft bei Paula zu Hause^^ Das ging sogar so weit, dass er, als er Samstagabend mit Paula allein war, nach mir gefragt hat, wo ich denn sei. Dieses Kind hat wirklich zwei Aupairs.

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